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Wärmetauscher von außen nach innen schützen

Si 14 EG

Wenn es um den Schutz von Wärmetauschern geht, steht meist die Innenbeschichtung im Mittelpunkt – und das aus gutem Grund. Doch auch die Außenflächen sind oft gleichermaßen Korrosion, Kondensat und aggressiven Umgebungsbedingungen ausgesetzt. SÄKAPHEN und seine zugelassenen Verarbeiter verfügen auch hierfür über geeignete Beschichtungssysteme und Applikationsverfahren.

Wenn der äußere Schutz im Vordergrund steht
Wärmetauscher in maritimen Umgebungen, Chemieanlagen oder feuchten industriellen Bereichen sind dauerhaft korrosiven Bedingungen an ihrer Außenseite ausgesetzt. Auch bei nicht isolierten Bauteilen wird die Herausforderung durch die Wasserdampfdiffusion noch verstärkt: Ein Temperaturunterschied von mehr als 30 °C zwischen der beschichteten Oberfläche und der Umgebung reicht aus, um Wasserdampf durch eine Standardbeschichtung zu treiben und dadurch deren Integrität langfristig zu beeinträchtigen. Die Auswahl des geeigneten Beschichtungssystems für solche Bedingungen erfordert daher dieselbe technische Sorgfalt und Auslegung wie bei Projekten zur Innenbeschichtung.

Produkte und Verfahren für die Außenbeschichtung von Wärmetauschern
Das Produktsortiment von SÄKAPHEN und das weltweite Netzwerk zugelassener Verarbeiter sind darauf ausgelegt, auch den mantelseitigen Schutz von Wärmetauscherrohren abzudecken – mit derselben technischen Tiefe, die bei Projekten zur Innenbeschichtung zum Einsatz kommt. Die Auswahl des Beschichtungssystems richtet sich nach der Kombination aus chemischer Belastung, Betriebstemperatur und thermischer Wechselbeanspruchung, die für den jeweiligen Einsatzfall charakteristisch ist.

Ein Praxisbeispiel
Ein kürzlich von Donelli, dem zugelassenen Verarbeiter von SÄKAPHEN in Italien, durchgeführtes Projekt zeigt die praktische Umsetzung einer Außenbeschichtung an einem Wärmetauscher.

Leistungsumfang:
Außenbeschichtung der Wärmetauscherrohre, der Leitbleche und des Schutzkäfigs.
Die Rohre wurden im Flutverfahren beschichtet, um eine vollständige und gleichmäßige Beschichtung aller Außenflächen sicherzustellen.

Produkt:
SÄKAPHEN Si 14 EG

Für Außenflächen nicht isolierter Apparate, bei denen die Beständigkeit gegen Wasserdampfdiffusion eine wesentliche Anforderung ist, ist Si 14 EG besonders geeignet. Si 14 EG ist eine hochwertige duroplastische, self-priming, einkomponentige Beschichtung auf Phenol-Basis, die direkt auf metallische Untergründe appliziert wird und so konzipiert ist, dass sie der Wasserdampfdiffusion bei Temperaturunterschieden von bis zu 85 °C standhält. Seine chemische Beständigkeit erstreckt sich auf saure bis leicht alkalische wässrige Medien, Prozessgase, Lösungsmittel sowie alle Arten von Kühlwasser, und der hart-elastische Film verträgt Temperaturschwankungen gut.

Applikationsablauf:

1. Käfig und Leitbleche wurden vom Applikateur vor dem Einlegen der Rohre beschichtet.
2. Die Einheit wurde an den Wärmetauscherhersteller zurückgeschickt, um das Rohrbündel zusammenzubauen.
3. Die vollständig montierte Einheit wurde zum Beschichter zurückgeschickt, um in einer zweiten Beschichtungsphase alle Außenflächen der gesamten Baugruppe zu beschichten.

Der zweistufige Ablauf erforderte eine enge Abstimmung zwischen dem Applikateur, dem Hersteller des Wärmetauschers und dem technischen Team von SÄKAPHEN. Das Ergebnis war eine vollständig und spezifikationsgerecht geschützte Einheit ohne unbeschichtete oder beeinträchtigte Oberflächen an den äußeren Verbindungs- und Schnittstellen.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf
Das technische Team von SÄKAPHEN berät Sie gerne bei der Auswahl des geeigneten Beschichtungssystems, der Planung des Applikationsablaufs sowie der Qualitätssicherung für Projekte zur Außen- und Innenbeschichtung von Wärmetauschern. Kontaktieren Sie uns, um Ihre Anforderungen zu besprechen. SÄKAPHEN unterstützt Sie gerne!

FAQ
1) Können die Außenflächen der einzelnen Wärmetauscherkomponenten vor der Endmontage beschichtet werden?
Ja, in einigen Fällen ist dies sogar die bevorzugte Vorgehensweise. Wie das Praxisbeispiel zeigt, ermöglicht die Beschichtung des Schutzkäfigs, der Leitbleche und ggfs. der einzelnen Rohre vor der Montage des Rohrbündels eine vollständige Kontrolle der Trockenschichtdicke und der Integrität des Beschichtungsfilms auf allen Oberflächen. Eine zweite Beschichtungsphase nach der Montage gewährleistet anschließend einen vollständigen und durchgängigen Schutz an allen äußeren Verbindungs- und Schnittstellen.

2) Was verursacht die Wasserdampfdiffusion durch die Außenbeschichtungen von Wärmetauschern und wie lässt sie sich verhindern?
Bei nicht isolierten Apparaten kann ein Temperaturunterschied von mehr als 30 °C zwischen der beschichteten Oberfläche und der Umgebung dazu führen, dass Wasserdampf durch eine Standardbeschichtung dringt. Si 14 EG wurde speziell entwickelt, um diesem Effekt bei Temperaturdifferenzen von bis zu 85 °C entgegenzuwirken, ohne eine übermäßige Trockenschichtdicke zu erfordern.

3) In welchen Industriebereichen wird typischerweise eine mantelseitige Beschichtung von Wärmetauscherrohren benötigt?
Eine Außenbeschichtung wird insbesondere bei Wärmetauschern in maritimen Umgebungen, Offshore-Anlagen, chemischen Prozessanlagen und feuchten industriellen Bereichen eingesetzt sowie an allen Standorten, an denen Außenflächen korrosiven Atmosphären, Kondensation oder aggressiven Prozessbedingungen ausgesetzt sind. Eine besonders interessante Anwendung sind Rücklaufkondensatoren in der Rohölraffination, die eine wichtige Funktion bei der Kondensation des aus der Destillationskolonne aufsteigenden Dampfes sowie bei der Rückführung der Flüssigkeit in den Prozess übernehmen. Die Kombination aus thermischen Wechselbeanspruchungen, Kontakt mit Kohlenwasserstoffen und Kondensation macht einen zuverlässigen und widerstandsfähigen Außenschutz besonders wichtig. Auch die Vorwärmung von Rohöl stellt einen typischen Anwendungsfall mit vergleichbaren Anforderungen dar.